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Kairo | Alexandria | Luxor |Assuan | Hurghada | Sharm El Sheikh

 

Kairo

„Mutter aller Städte“ nannte Ibn Battuta, der berühmte arabische Weltreisende, Kairo im 14. Jahrhundert, eine Auszeichnung, die der Hauptstadt Ägyptens noch heute gerecht wird. Denn Kairo ist nicht nur die größte Stadt Afrikas und das geistige Zentrum der arabischen Welt, Kairo ist die unglaubliche und einzigartige Symbiose aller denkbaren Lebensformen unseres Zeitalters. Die Schattenseiten dieses schillernden Mikrokosmos sind nicht zu übersehen, doch die Lebensfreude und der unerschütterliche Humor der Bewohner Kairos sind selbst unter den schwierigen Lebensbedingungen einer hoffnungslos übervölkerten Stadt kaum zu erschüttern. Kairo hat viele Gesichter. Da ist die hektische, laute Riesenstadt, eine Megalopolis, die mit den Millionenstädten Giza und Shubrah al-Khaymah sowie einer Reihe von Vororten zu Groß-Kairo zusammengewachsen ist. Wie viele Menschen in Kairo wirklich leben, weiß keiner so genau. Die Zahlen schwanken zwischen 18 und 21 Millionen Einwohner. Das Stadtbild Groß-Kairos wird von gesichtslosen Neubauten beherrscht, wie man sie überall auf der Welt finden kann. Doch rund um den Midan El Tahrir und an den Ufern des Nils gewinnt die moderne Architektur die obere Hand. Die hohen Hotels und Regierungsgebäuden formieren sich zu einer beeindruckenden Skyline unterstrichen von dem allabendlichen Leuchtfeuer der bunt glitzernden Neonreklame. Daneben gibt es jedoch noch ein ganz anderes Kairo; die Stadt der Kuppeln und Minarette, deren farbenfrohe Suqs sich Gassen Gewirr zwischen den alten Stadttoren Bad El Futuh und Bab Zuwaylah ausbreiten. Hier scheinen die modernen Zeiten noch nicht eingezogen zu sein. Es klingt vielleicht paradox aber Kairo erforscht man am besten spazieren-gehend. Denn es sind die kleinen Dinge, die an jeder Straßenecke das Herz erfreuen: Die Bücherausstellungen auf den Gehsteigen, ein Teehaus, vor dem Wasserpfeife rauchende sich in einem Dominospiel vertiefte Männer Gruppen, Gemüse Karren mit kunstvoll gestapelten Orangen Pyramiden, Blumenverkäufer, die im Verkehrsstau den Autofahrer Kettchen aus duftenden Jasmin-Blüten verkaufen und natürlich auch die Gefährte mit nur einer Pferdestärke, die mitten im großstädtischen Getriebe ihren sucht.

Die Pyramiden

Was die Menschen damals geleistet haben müssen, die diese Bauwerke errichteten, ist beinahe unvorstellbar. Über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren arbeiteten Tausende von Menschen an der Errichtung einer einzigen Pyramide. Bemerkenswerterweise ging dies alles ohne den Einsatz moderner Gerätschaften oder jeglicher Technik vonstatten – und dies 4.500 Jahre vor unserer heutigen Zeit.  Selbstverständlich können alle drei Pyramiden von Gizeh besichtigt werden. Obwohl sie schon von außen überwältigend sind, sollte man es sich nicht entgehen lassen, auch den Innenraum der Pyramiden zu erforschen. Und deswegen ist die Besichtigung einer Pyramide von Innen bei uns immer inkludiert. Sie müssen aber darauf achten, dass die Gänge teilweise sehr niedrig und schmal sind. Auch die Luft ist stickig und die Temperaturen schwül.  Wer diese Beschwerlichkeiten in Kauf nimmt, ist herzlich willkommen mit uns mitzumachen. [top]

Alexandria

Alexandria ist eine Hafenstadt, die sich direkt an der Mittelmeerküste erstreckt sowie am fruchtbaren Delta des Nils. Wegen der schönen Lage am Mittelmeer und dem mediterranen Klima ist Alexandria ein Urlaubs- und Badeort für ägyptische und ausländische Besucher. Während der Sommermonate ist es in Alexandria wesentlich kühler und angenehmer als in den südlichen Badeorten des Roten Meeres. Außerdem weht am Mittelmeer ein etwas kühlerer Wind. Die Strände von Alexandria sind durchaus schön und man kann dort einen angenehmen Badetag verbringen.

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Luxor

Rund 700 Km südlich von Kairo liegt Luxor, eine Kleinstadt mit ca. 100.000 Einwohnern in der Provinz Qena. Seit mehr als 2000 Jahren ist das Städtchen am Ostufer des Nils ein beliebtes Reiseziel für Besucher aus aller Welt. Heute ist es mit all seinen eleganten Luxushotels und dem internationalen Flughafen das perfekt ausgebaute Zentrum des ägyptischen Antikentourismus. Die Landschaft des Niltals ist stromauf, stromab von bezaubernder Schönheit, doch in Luxor hat sie eine ganz eigene Ausstrahlung. Ein Hauch von Ewigkeit liegt über den kahlen, vegetationslosen Westbergen, die sich als majestätische Kulisse am Rande der üppig grünen Felder erheben. Der breite, behäbig dahinfließende Strom tut ein Übriges. Und plötzlich meint man zu verstehen, warum die alten Ägypten diesen Platz für ihre Heilige Stadt gewählt haben. Der Nil teilt das Gebiet des alten Theben in zwei Welten: in die Stadt der Lebenden und die Totenstadt. Am Ostufer lagen die meisten der prunkvollen Paläste und Villen, die Wohnhäusen des Volks, die Märkte und Warenlager. Von einer unbedeutenden Gauhauptstadt war Theben im Laufe der Geschichte zur lebenssprühenden Weltstadt aufgestiegen; Residenz der Pharaonen des Neuen Reiches und zugleich Kultzentrum des Götterkönigs Amun-Re. Am Beginn der 18. Dynastie, um 2500 v. Chr. kam Thebens große Stunde, und der Aufstieg zum strahlenden Mittelpunkt eines ägyptischen Großreichs begann. 200 Jahre lang war Theben nun Hauptstadt- bis König Echnaton die Residenz seiner Väter verließ und mit dem Hof nach Amarna übersiedelte. Doch Theben blieb danach das religiöse Zentrum des Landes bis zur Zerstörung der Stadt durch die Assyrer im 7. Jh. V. Chr. Von diesem Schicksalsschlag erholte sich die Heilige Stadt nie mehr, auch wenn unter den Ptolemäern und Römern noch einmal rege Bauaktivitäten einsetzten. Jenseits des Nils zeichnet sich im Westen das „Reich der Toten“ ab. Im Schatten des Wüstengebirges liegt das Tal der Könige, die geheimnisvolle Ruhestätte der Pharaonen des Neuen Reiches. In diesem Teil Thebens lebten aber auch die Priester und ie Beamten der Nekropolenverwatung, ja West-Theben hatte sogar einen eigenen Bürgermeister.

Der Luxor-Tempel

Der Luxor-Tempel war dem Gott Amun geweiht. Erbaut wurde der Tempel zum größten Teil von Amenophis III. und Ramses II. Veränderungen fanden jedoch bis in die griechisch-römische Zeit hinein statt. Später wurde der Tempel als christliche Kirche benutzt. Heute befindet sich eine kleine Moschee in den Ruinen des Tempelhofes. Umgeben war der Tempel, wie fast alle klassischen ägyptischen Tempelbauten von einer hohen Mauer. Betreten konnte man ihn durch die Pylone, abgeschrägte Mauern, mit einem Tor in der Mitte. Der Eingang zum Tempel wird von zwei riesigen Sitzstatuen Ramses des Großen und einem Obelisken flankiert. Der dazugehörige zweite Obelisk befindet sich heute in Paris auf dem Place de la Concorde.

Der Karnak-Tempel

Die Tempelstadt von Karnak ist vielleicht der größte religiöse Komplex der Welt. Hier wurden die Götter Amun, Mut und Chons, die thebanische Triade, verehrt. Über 2000 Jahre lang wurde an diesen Tempelkomplex gebaut, wieder abgerissen und neu gebaut. Wohl kein Besucher kann sich der Erhabenheit und Schönheit dieser Tempelanlage entziehen. Die größten ägyptischen Pharaonen haben hier ihre Spuren hinterlassen, und selbst weniger bekannte Herrscher haben ihren Beitrag geleistet. Schon beim Betreten des Tempels durch den ersten Pylon fällt der Blick auf eine einzeln stehende Säule mit einer Höhe von 21 Metern. Einst standen hier 10 dieser gigantischen Stützen, errichtet vom Pharao Taharqa. Doch noch gewaltiger ist die große Säulenhalle, errichtet von Sethos I. und Ramses dem Großen. 134 Säulen bilden eines der großartigsten Bauwerke der Menschheitsgeschichte. Und weiter reiht sich Pylon an Pylon, zehn waren es insgesamt. Dazwischen Obelisken, Heiligtümer und Statuen, der heilige See und von Reliefs bedeckte Mauern. Bemerkenswert ist jedoch, dass alle diese Bauten den Göttern und den Priestern vorbehalten waren. Das Volk hatte keinen Zutritt zur Tempelanlage und bekam das Götterbild nur während der jährlichen Prozessionen Der gigantische Felsentempel Ramses des Großen liegt ca. 280 km südlich von Assuan. An seinem ursprünglichen Standort war auch er durch den Bau des Assuan-Staudammes gefährdet. In einer internationalen Gemeinschaftsaktion wurden der große Tempel und der kleinere Hathor-Tempel aus dem Felsen gesägt und an einer sicheren Stelle wieder aufgebaut. Es war sogar möglich den Tempel wieder so exakt auszurichten, dass Besucher auch heute noch ein besonderes Schauspiel erleben können. Zweimal im Jahr, zur Tag- und Nachtgleiche, fallen die Strahlen der aufgehenden Sonne ins Allerheiligste und beleuchten die dort aufgestellten vier Sitzfiguren. Diese Statuen stellen die Götter Ptah, Amun, Re und den vergöttlichten Ramses selber dar. [top]

Assuan

Für viele Ägypten-Reisende ist Assuan die schönste Stadt des ganzen Niltals. Unvergesslich bleibt die märchenhafte Szenerie der gelben Sanddünen, die sich am Westufer asl Steilabhang zum tiefblauen Wasser des Nils nihabsenken, aus dem verstreut dunkle Granitfelsen herausragen: urtümliche, ungestalte Brocken und mächtige rundgeschliffenen Gebilde, die fast wie Elefanten aussehen. Abu, die Elefantenstadt, nannten die Pharaonen deshalb auch ihre südliche Grenzfeste auf der langgestreckten Palmeninsel, die noch heute Elephantine heißt.
Gegenüber von Elephantine liegt am Ostufer des Nils das moderne Assuan. Die südlichste Stadt Ägyptens ist das Verwaltungszentrums der gleichnamigen Provinz, die sich von Edfu bis an die sudanesische Grenze erstreckt. Ethnisch gehört die Provinz Assuan zu Nubien, einem Kulturraum, der vom Gebel El Silselah südlich von Edfu bis zum sechsten Katarakt bei Karthum im Sudan reicht. Doch schon in altägyptischer Zeit bildete der erste Katarakt (Höhe Insel Elphantine) die eigentliche Grenze nach Innerafrika – aus strategischen Gründen, aber auch, weil man in den Strudeln der Felsbarriere die mythischen Nilquellen sah.
Obwohl die dunkelhäutigen Nubier schon lange arabisiert sind, gibt es noch heute Familien, ja ganze Dörfer, die die nubischen Sprachen Kenuzi und Mahasi bewahrt haben. Nubische Traditionen sind auch in anderen Bereichen lebendig: sei es in der Kleidung, wie etwa den weißen Turbanen, die man in Ägypten sonst nicht trägt, oder den bunt-gehäkelten Käppchen; in der Musik und im Tanz, die viele afrikanische Elemente enthalte; im Handwerk mit den hübsch gemusterten Flechtarbeiten oder auch in der Architektur, die geräumige Innenhöfe und weiß oder himmelblau getünchte und mit Schriftbändern und Ornamenten verzierte Häusern.

ABU SIMBEL

Entdeckt wurde Abu Simbel 1813, damals waren nur die Köpfe der Kolossalstatuen im Sand sichtbar. 1817 wurde der Tempel dann durch Giovanni Belzonni ausgegraben. Vollendet wurde der Tempel im 30. Regierungsjahr Ramses II., vermutlich anlässlich seines ersten Sed-Festes. Der große Felsentempel wird von vier 21 Meter hohen Kolossalstatuen des Pharaos flankiert. Eine der Statuen wurde bereits im Altertum durch ein Erdbeben beschädigt. Über dem Eingang befindet sich in einer Nische eine Statue des Gottes Re, am oberen Rand der Fassade sind betende Paviane dargestellt. Der kleinere Felsentempel der Göttin Hathor wird in seiner Front von vier, 10 Meter hohen, Statuen Ramses II. und zwei Statuen der Nefertari, seiner Gemahlin beherrscht. Zu ihren Füßen sind, wesentlich kleiner, andere Mitglieder der Familie dargestellt. Im Tempel wurde, neben Hathor, Nefertari selber verehrt. [top]

Hurghada

Die Einwohner Hurghadas konnten in den letzten 10 Jahren einer weitreichenden Entwicklung ihrer Stadt beiwohnen. Aus Wüste ist eine Stadt mit über 200 Hotels, boomenden Shoppingpromenaden und einem ausschweifenden Nachtleben entstanden. Das perfekte Klima des Roten Meeres macht es möglich, dass diese Riviera keine Nebensaison hat. Hurghada hat eine besondere Kultur, in der lokale Bräuche neben dem Lifestyle der Resorts geboten werden. Aber die wirkliche Schönheit Hurghadas beginnt da, wo die Küsten enden – das türkisblaue Rote Meer ist der Grund, warum hier alle Träume ausgelebt werden können. Über oder unter Wasser wird hier geboten, was das Herz begehrt: Windsurfen, Segeln, Tiefseeangeln, Schwimmen und natürlich Schnorcheln und Tauchen. Die einzigartigen Unterwassergärten der Riffs sind unter Tauchern bekannt und geschätzt. Das warme Wasser birgt seltene Fischarten und Korallenriffe, die auch durch Glasbodenschiffe beobachtet werden können. [top]

 

Sharm El Sheikh

Sharm El Sheikh liegt an der Südspitze der Halbinsel Sinai in Ägypten, zwischen dem im Westen liegenden Golf von Suez und dem im Osten liegenden Golf von Akaba und war ursprünglich ein kleines Fischerdorf, welches sich in den letzten Jahren zu einer Touristenhochburg entwickelt hat. Das liegt vor allem am roten Meer, welches mit bunten Fischen, Korallen und Schwämmen nicht nur für Taucher ein herrliches Erlebnis bietet. Viele Hotel- und Clubanlagen bieten zudem die perfekte Möglichkeit, zu entspannen oder sich sportlich fit zu halten. Gerade für die kühleren Monate zwischen Dezember und Februar ist dies das ideale Ersatzprogramm zum Baden. Doch selbst in dieser Jahreszeit gibt es noch Tagestemperaturen bis zu 24 Grad. Tauchen ist zudem das ganze Jahr über möglich. [top]